Die flämische Stadt Brüssel wird französisiert und danach zweisprachig und multikulturell.

Jahrzehnte lang wurden arme flämische Bauern und Landbewohner für den manuellen Arbeitsmarkt rekrutiert. Hier ist der Brauer Debecker (rechts unten neben der Tonne) aus Sint-Lambrechts-Woluwe zu sehen. Um die vorletzte Jahrhundertwende ließ er sich zusammen mit der Belegschaft der Brauerei Het Lindeke fotografieren.

Der sozialistische Bürgermeister der Stadt Antwerpen, Lode Craeybeckx (°1897 †1976) lancierte den Slogan „Antwerpen gibt Brüssel nicht auf“. Er stand fast 30 Jahre an der Spitze der Scheldestadt. Die rechtextreme Partei Front Démocratique des Francophones (FDF), die sich seit 1965 zur Wahl stellt, schreckte nicht davor zurück, gehässige Plakate wie dieses einzusetzen, um ihre anti-flämische Politik publik zu machen.
In den 60er Jahren zogen Hunderttausende von Flamen in die Hauptstadt, um für ihre Rechte zu demonstrieren.